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ON THE ROAD (IM TUNNEL)
FILMNÄCHTE 2002
Unter dem Titel "On the Road (im Tunnel)" finden am 12./13./14. September 2002 in der Nordtangente-Röhre Richtung Frankreich drei Filmnächte statt. Gezeigt werden von 21-3 Uhr die On the Road-Kultfilme Easy Rider, Two-lane Blacktop, Vanishing Point, Trafic, Candy Mountain und Step Across The Border sowie eine Auswahl von NT-Kurzfilmen von Schweizer Künstlern.

ON THE ROAD (im Tunnel)
Drei Filmnächte im Tunnel der Nordtangente in Basel
Donnerstag, 12.9. ab 21h bis ca. 3h und
Freitag 13.9. ab 21h bis ca. 3h und
Samstag 14.9. ab 21h bis ca. 3h

Nordtangente-Kunsttangente (NT-KT) und neues kino basel präsentieren:
3 Nächte lang Roadmovies und Strassenfilme, die ganze Bandbreite zwischen Kultfilm und stiller Dokumentation. Die Capri-Bar ist auch da mit Speis und Trank.

Man benütze den Eingang Flughafenstrasse, zwischen Einfahrt Wasensträsschen und IWB-Gebäude durch den Notausgang Hagenaustrasse 34. Der Weg in die Unterwelt ist signalisiert ab der Kreuzung Luzernerring/Flughafenstrasse bei den BVB-Haltestellen "Im Wasenboden/Bahnhof St.Johann" der Bus-Linien 36 und 50. Es sind keine Auto-Parkplätze vorhanden.

Eintritt: CHF 10.- pro Nacht.
Kassenöffnung um 20h.
Gute Kleidung und/oder eine Decke wird wärmstens empfohlen. Das Betreten des Areals geschieht auf eigene Gefahr! Wir übernehmen keine Haftung.

Alle drei Nächte
Kurzfilme rund um die Nordtangente von
Daniel Brefin (Filmtitel noch offen)
GGK Basel (Der Gesamtplan, ca. 1972)
Eva Staehle (Zwischen)
Hansjörg Walter (Bolero, Firstdrive, Snowstar, diverse Spots)

Donnerstag, 12.9.:
21h Trafic
23h Two-Lane Blacktop
01h Step Across The Border

Freitag 13.9.:
21h Candy Mountain
23h Vanishing Point
01h Easy Rider

Samstag 14.9.:
21h Easy Rider
23h Two-Lane Blacktop
01h Vanishing Point
Two-lane Blacktop
Monte Hellman, USA 1971, Edf, 102'
Zwei junge Männer, der "Mechaniker" und der "Fahrer", sind mit ihrem Chevy Baujahr 1955 unterwegs nach Arizona, sie verdienen sich ihr Geld durch Wetten bei illegalen Beschleunigungsrennen. An einer Tankstelle treffen sie auf einen älteren Mann in einem neuen, schnellen Pontiac GTO und schlagen ihm eine Wette vor: eine Fahrt quer durch die USA nach Washington D.C. Pokerface-Film über zwei junge Pokerface-Männer, die Amerika auf der Jagd nach sich anbietenden illegalen Geld-Wettfahrten durchqueren und der Entelechie der Dinge in der verfallenen Kategorie des Autofahrens frönen. Leben, Denken, Sprechen, Träumen als Durchrasen weiter Landschaft mit Stahl, Gummi und Chrom. Unter den Road-Pictures vermutlich das radikalste, weil es die Verrücktheit die Natur durchpflügender Autos als Ritual begreift, ohne der Religion dahinter (ausgenommen seiner kalt-präzisen Darstellung) auch nur die geringste Konzession zu machen. Hellman steht zu seinen absurden, aber coolen Personnagen. Ihren Kult jedoch schildert er wie eine Beschleunigungskurve zwischen Nichts und Nichts. Besessenheit der Leere. (www.movieline.de)

Candy Mountain
Robert Frank & Rudy Wurlitzer, CH/Can/F 1987, Edf, 91'
Über seine vermisste Gitarre gerät der junge Möchtegernmusiker Julius auf die Spur des legendären Gitarrenbauers Elmore Silk, den er für eine satte Belohnung ins Musikbusiness zurückholen soll. Auf einer langen Reise ins nördliche Amerika begegnet Julius wichtigen Personen aus Elmores Vergangenheit und sieht die Legende in menschliche Fragmente zerfallen. Robert Frank und Rudy Wurlitzer geben ein poetisches Bild von einem alltäglichen, kalt-kaputten Amerika, wo die Menschen ihren Lebensrhythmus der Musik verschreiben. (Antonio Gattoni, Zoom)

Trafic
Jacques Tati, F/I 1971, EDF, 96'
Monsieur Hulot soll ein von ihm entworfenes und mit allen Schikanen ausgerüstetes Camping-Auto von Paris zum Amsterdamer Automobil-Salon bringen, trifft aber vieler Pannen wegen erst nach Schluss der Ausstellung ein. Tatis satirische Komödie über den seltsamen Gebrauch, den Menschen vom Auto machen, unterhält mit zahlreichen köstlichen Gags und liebenswürdigem Humor. Der Film überzeugt vor allem durch seine poetische Klarheit und Reinheit, die alles ausstrahlt, was Jacques Tati am Herzen liegt: nicht die grosse Gesellschaftskritik, sondern die feinsinnige Mahnung, sich nicht manipulieren zu lassen von der Hektik und der Überbewertung der technischen Konsumjagd. (Lexikon des internationalen Films)

Easy Rider
Dennis Hopper, USA 1969, Edf, 94'
Die schöne, aber tödlich endende Reise zweier Motorrad-Hippies von Los Angeles nach New Orleans. Zugleich ein gesellschaftskritischer Film über den Terror von Bürgern. Mit diesem Film gelang es dem Dreiergespann Dennis Hopper, Peter Fonda und Jack Nicholson nicht nur Anerkennung in Hollywood zu finden (weil dies sicher der erfolgreichste Film 1969 war), sondern das zu schaffen, was man als "Kultfilm" bezeichnet. Seit "Easy Rider" sind schwere Motorräder auch zu einem Symbol für Freiheit und Aussenseitertum geworden. Dabei ist die ganze Geschichte ein "bad trip". Aus dem sonnigen Kaliforniens machen sich die beiden Freunde Captain America und Billy The Kid auf nach New Orleans, wo sie den sagenhaften Karneval, den Mardi Gras, erleben wollen. Doch je näher sie an ihr Ziel kommen, desto verheerender werden die Ereignisse und die Umwelt. So hat diese Reise der Antihelden etwas Tragisches. Mit "Easy Rider" wurde das "roadmovie" geboren.
Alain Morel: «Was haben sie bei "Easy Rider" gelernt, Ihrem ersten grossen Erfolg?» Jack Nicholson: «Eine ganz eigene Art von Pflichtbewusstsein. Am ersten Drehtag erschien ich um acht Uhr morgens. Um neun hat mich Dennis Hopper in eine Bar geschleppt und abgefüllt. Danach haben wir betrunken angefangen zu drehen und ziemlich viel improvisiert. Neun Monate später sass ich in Cannes, registrierte die Reaktion der Zuschauer im Kino und sagte zu mir: "Wow, jetzt bist du ein Star."» (Die Woche, 7.2.1997)

Vanishing Point
Richard Sarafian, USA 1971, Edf, 97'
Ex-Rennfahrer Kowalski hält sich mit der Überführung von Autos geradeso über Wasser. Doch seine alte Leidenschaft hat ihn nie ganz losgelassen und eines Tages will er es nochmal wissen und schlägt in eine halsbrecherische Wette ein: Innerhalb von 15 Stunden muss er einen frisierten Dodge Challenger von Denver nach San Francisco fahren. Vollgepumpt mit Amphetaminen setzt Kowalski seinen Fuss aufs Gaspedal und beginnt den wahnsinnigen Wettlauf gegen die Zeit - und gegen alle Verkehrsregeln. Während die Cops eine Strassensperre nach der anderen aufbauen, stilisiert ihn der blinde Radio-D.J. Super Soul live zum letzten amerikanischen Helden. Eine ganze Nation fiebert mit dem Highway-Outlaw und nichts scheint ihn mehr aufhalten zu können.

Step Across The Border
Nicolas Humbert & Werner Penzel, D/CH 1990, Edf, 90'
Dokumentarischer Film über den britischen Multi-Instrumentalisten Fred Frith, dessen grenzüberschreitende Weltmusik sich gängigen Einordnungsversuchen radikal widersetzt. In einem Bild-Ton-Geflecht verbindet er Reisebilder, Gespräche und Konzertmitschnitte zu einer der Musik adäquaten Collage. Mittelpunkt dieses Musikfilms ist der heute in New York und Tokio lebende Engländer Fred Frith, seine musikalische Arbeit, sein Verständis von Jazz als Lebensform. Kongenial übernehmen die Autoren dessen Haltung: Frith's Musik ist für sie nicht nur Inhalt, sondern auch Formprinzip des Films - strenge Reduktion der Wirklichkeit auf eine Auswahl von Materialien und spielerische Rekomposition derselben nach einfachen und assoziativen Mustern, wie um der Textur der Stadt eigene Bilder, Töne und Rhythmen entgegenzuhalten. Eingeweiht in die Vielfalt der Möglichkeiten, Welt zu erfassen, ist der Hörer/Betrachter auf seine Kreativität verwiesen. (Zoom)